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Stadt Colditz

Colditz liegt im Herzen von Sachsen, direkt im Städtedreieck Dresden, Leipzig und Chemnitz. Colditz ist eine Stadt mit ca. 5000 Einwohnern, die Zwickauer Mulde drurchfließt die Stadt. Die Stadt hat Ihre erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1046 als Burgwardbezirk „Cholidistcha“. Im Jahr 1265 war dann die erstmalige Erwähnung der Stadt Colditz (civitas). 1404 erfolgte dann die Eingliederung von Colditz in die Markgrafschaft vom Meissen und im Jahr 1504 war dann der große Stadtbrand und der Beginn des Umbaus der Burg Colditz zum Schloss Colditz.

Das Schloss Colditz

Das Colditzer Schloss ist auch heute noch DAS Wahrzeichen der Stadt und thront hoch oben auf dem Felsen weithin sichtbar über der Stadt. Bedeutendes Jahr für das Schloss war 1602/22, da war das Schloss Colditz Witwensitz der Kurfürstin Sophie von Sachsen in Colditz und Rochlitz.

Colditz und sein Ton

Colditz war ab ab dem 18. Jh. auf kurfürstliche Anweisung Lieferant für Colditzer Ton in der 1710 gegründeten Meissner Porzellan-Manufaktur. Durch diese erste bedeutende Vereinbarung war die Zukunft der Stadt Colditz in Verbindung mit dem "Weißen Gold" geebnet. Colditz war und ist seit diesem Zeitpunkt fest mit der Porzellanherstellung verbunden, egal ob als Lieferant oder als Produktionsstandort.

Colditz und das Colditzer Porzellan

Die Stadt Colditz war seit 1958, dem Beginn der Porzellanherstellung in der ganzen ehemaligen DDR bekannt. Durch diese Produktion des legendären Porzellans wuchs Colditz zu einem der bedeutensten Industriezentren im Südraum Leipzigs und war Arbeitgeber für mehrere tausend Menschen. Mit diesem Wachstum des Porzellanwerkes wuchs auch die Bevölkerung von Colditz stetig weiter und es entwickelte sich viel Handel und Dienstleistung.

Colditz und das Oflag4c

Colditz insbesondere das Schloss Colditz ist vor allem bei den ehemaligen Alliierten Streitkräften des 2. Weltkrieges zu einer ganz besonderen Berühmtheit gelangt. Das Schloss Colditz war 1933/34 Konzentrationslager der SA für 600 Antifaschisten , 1936/37 Reichsarbeitsdienst-Lager und 1940/45 Gefangenenlager für Offiziere der westlichen Alliierten (Oflag IVc) im Nazideutschland. Damit ist Colditz auch heute noch einer der Gedenkstätten und touristischer Anlaufpunkt für zahlreiche Besucher, meist aus dem englischsprachigem Raum.

Colditz heute

Colditz ist nach dem Niedergang des Porzellanwerkes und sämtlicher Großindustrie nach der Wende zu einer beschaulichen Kleinstadt geworden. Wer Colditz heute besucht findet vorwiegend Handel und Dienstleistung vor, Colditz ist überwiegend zur "Wohnstadt" geworden. Trotzdem ist Colditz ein idealer Ausgangspunkt für touristische Ausflüge, nicht nur zum Schloss Colditz, sondern auch in den Colditzer Forst, eines der größten Waldgebiete in Sachsen, aber auch zu den touristischen Highlights des Muldentales oder zu den Metropolen Sachsens wie Dresden, Leipzig oder Chemnitz.